Bequem, blickdicht, bombe: Leggings im Test

Es zwickt, hinten rutscht’s und – verdammt – sieht man mein Höschen? Im Yoga geht’s darum, sich gut zu fühlen. Nicht darum, sich Gedanken machen zu müssen, ob da irgendwas rausrutscht oder ziept. Es ist verdammt wichtig, sich verdammt gut zu fühlen, wenn man sich da auf der Matte in alle Richtungen bewegt. Wer einmal die perfekte Hose gefunden hat, wird sie nie wieder hergeben wollen. Aber was macht eine gute Hose aus? Meine Kriterien sind: Hoher Bund, angenehmer Stoff, unbedingt blickdicht, schön aussehen darf sie auch und Nachhaltigkeit wäre auch toll. Ich habe einige Hersteller getestet.

konaction-wampediboo-skimmed-milk Kopie.jpeg
4 von 5 wampedis

4 von 5 wampedis

  • Skimmed Milk London: Die Hosen von Skimmed Milk bestechen vor allem durch eines: ihre Farbe. Die Hosen machen gute Laune und auf Bildern ordentlich was her. Wer also seinen Insta-Feed füttern möchte: Go ahead! Aber nicht nur deshalb sind die Hosen von Skimmed Milk echt in Ordnung: Sie sind blickdicht und bequem. Nur der Bund könnte etwas höher und weicher sein. Pluspunkt: Die Oberteile oder Bras (mit Pads) sitzen top. Sie sind hoch geschnitten und am Rippenbogen nicht zu kurz. Kosten: etwa 65 € pro Leggings. Ich habe Skimmed Milk interviewt und sie gefragt, wie nachhaltig ihre Hosen sind. Hier geht’s zum Interview.

 
yoiqi6.jpg
4,5 von 5 wampedis

4,5 von 5 wampedis

  • Yoiqi: Diese Hose ist der Wahnsinn. Super bequem, weicher Stoff und der Bund ist sehr hoch. Nur einen großen Nachteil hat sie – zumindest die in der Farbe Lilac: Sie ist nicht unbedingt blickdicht. Ich mag es nicht, mir Gedanken darüber machen zu müssen, welche Unterhose ich heute trage, damit man sie nicht durchsieht. Vor allem wenn ich unterrichte, will ich, dass da nix zu sehen ist. Dennoch: Die Hose ist ansonsten perfekt. Da sie aus Bio-Baumwolle gefertigt wurde, ist sie sehr weich und daher angenehm auf der Haut. Die Marke Yoiqi kommt aus Freiburg und die Leute dahinter sind richtig nett. Kosten: etwa 45 € pro Hose. Ich habe Alex und Isa von Yoiqi interviewt und sie zu den Klamotten befragt. Hier geht’s zum Interview mit Yoiqi.

 
onzie-leo3-min.jpg
3,5 von 5 wampedis

3,5 von 5 wampedis

  • Onzie: Die Marke aus L.A. wirbt mit „accessible, high-quality yoga wear that’s comfortable in saltwater, chlorine and heavy sweat environments“. Und tatsächlich: Im Hot Yoga sind alle Hosen von Onzie trotz ihres hohen Polyesteranteils sehr bequem, dünn und daher atmungsaktiv. Am allerliebsten sind mir die Biker-Shorts mit dem hohen Bund und den coolen Styles. Aber auch die langen Hosen von Onzie sind sehr bequem, dank hohem Bund. Die Hose sitzt eigentlich perfekt, wird jedoch werden sie zu 82 Prozent Polyester und 18 Prozent Elasthan (Hauptmaterial) gefertigt, das Futter ist nochmal Polyester. Das trübt das Tragevergnügen etwas… Ein Interview konnte ich leider nicht führen mit Onzie-Mitarbeitern. Für meinen Test habe ich zwar Hosen zur verfügung gestellt bekommen, Antworten auf meine Fragen habe ich jedoch nicht bekommen.

 
pitaya_hose.JPG
5 von 5 wampedis

5 von 5 wampedis

  • Pitaya: Bunt, soft und super bequem. Die Hose von Pitaya ist mein absoluter Favorit! Der Stoff ist schön weich und man spürt ihn kaum auf der Haut. Die Hose ist blickdicht und der Bund perfekt hoch. Außerdem steckt hinter den Prints eine Message. Die beiden Gründerinnen sind sehr engagiert und spenden einen Teil der Einnahmen an gemeinnützige Zwecke. Den perfekten Stoff und eine passende Schneiderei, in der die Arbeitsbedingungen stimmen, haben die beiden selbst ausgesucht. Ich habe Sara von Pitaya getroffen und sie über die Idee hinter Pitaya befragt. Hier geht es zum Interview.

 
eagle6-min.jpg
5 von 5 wampedis

5 von 5 wampedis

  • Mein Gehimtipp: Das hier ist mein Geheimtipp! Als ich 2014 in Amerika war, habe ich die Marke American Eagle Outfitters das erste Mal für mich entdeckt. Die Teile, die ich dort gekauft habe, besitze ich heute noch und zählen zu meinen Lieblingskleidungsstücken. Einfach, weil sie so bequem und langlebig sind. Daher habe ich vor gut drei Jahren wieder dort bestellt (und aus Versehen wahnsinnig hohe Zollgebühren bezahlt…). War da vielleicht ein bisschen schlauer nachrechnet, als ich es getan habe, kann dort echte Schätze finden. Meine Lieblingsyogahose zum Beispiel. Sie ist aus Baumwolle gefertigt und an den Knien mittlerweile schon ein bisschen ausgeleiert aber immer noch top. Die Hose ist blickdicht, bequem, hat einen hohe Bund und sieht toll aus.

 

Mein Fazit

Ich habe diese Yogahosen wirklich auf Herz und Nieren geprüft: Hot Yoga, Alltag, Vinyasa. Handstand, Malasana, Vierfüßlerstand, Twists. Dabei habe ich festgestellt, dass Baumwoll-Hosen für mich am bequemsten sind. Sie fühlen sich einfach gut an auf der Haut. Ein hoher Bund und Blickdichte ist ebenfalls wichtig. Die wirklich beste Hose ist die von Pitaya. Sie ist wahnsinnig bequem und hat mich ehrlicherweise überrascht. Auf Bildern sah der Bund eher unbequem für mich aus. Aber als ich die Hose anhatte, war alles perfekt. Und der weiche Stoff ist wirklich toll. Am besten finde ich aber, dass hinter dieser Marke zwei Frauen stecken, die Bock auf bequeme Hosen haben, hinter denen sogar noch eine Aussage steckt. Die haben nicht einfach so auf dem Fashion-Markt losgelegt, sondern sie haben sich wirklich Gedanken gemacht, wo ihre Kleidung produziert wird. Mit den Prints bleiben sie immer an aktuellen Themen dran. Und wenn man im Studio auf die Hose angesprochen wird, hat man mehr zu erzählen als: „Die ist von XY.”

Du willst die Hosen in action sehen?
Dann folg mir bei Instagram: